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Montag, 13. August 2007

Rosen--Teil3---Schnitt


Was ist beim Schneiden der Rosen im Garten zu beachten?

Schnittreif sind die Rosen, wenn sie schon etwas aufgesprungen sind, dann ist die Blüte weit genug entwickelt, um in der Vase voll aufblühen zu können. Stark gefüllte Sorten müssen etwas weiter geöffnet geschnitten werden als schwach gefüllte.

Man schneidet idealerweise in den frühen Morgenstunden und zwar so, daß möglichst ein Drittel vom Stiel an der Pflanze bleibt und dieser somit schnell wieder durchtreiben kann und eine neue Blüte bringt. Pflanzenschonend schneidet man nur so viel, daß der Pflanze genügend Blätter zum Assimilieren, sprich Atmen, verbleiben.

Nach dem Schneiden der Rose entfernt man die unteren Laubblätter und stellt die Stiele sofort in Wasser. Denn ist die Rose einmal welk, trägt sie bleibende Schäden davon.

Wer regelmäßig Schnittrosen schneidet, kann sich die Arbeit mit einer Präsentierschere erheblich erleichtern, die mittels zweier Klingenwülste den Rosenstiel nach dem Schneiden festhält.

Rosen schneiden und erziehen

Über dieses Thema wurde vermutlich mehr Unsinn verbreitet als über jedes andere gärtnerische Problem. Viel zu lange haben die Anforderungen der Aussteller im Vordergrund gestanden, und für Beetrosen im Garten ist ein so radikaler Rückschnitt einfach nicht erforderlich. Aussteller legen im Gegensatz zum Gärtner Wert auf einzelne, besonders schöne Blüten, um sie auf einer Ausstellung zu zeigen.

Sehr starker Rückschnitt macht intensives Düngen notwendig, um der Rose zu helfen, wieder neu auszutreiben.

Rosenprüfungen haben bewiesen, dass eine Rose um so schöner blüht, je mehr Laub sie trägt. Es empfiehlt sich deshalb, alle nicht blühenden Triebe an der Rose zu belassen.

BESTE ZEITEN FÜR DEN RÜCKSCHNITT

Gartenrosen werden aus zwei Gründen geschnitten: um eine ansprechende Form und eine üppige Blüte zu erhalten.

Der beste Zeitpunkt, seine Rosen zu schneiden, ist ein sonniger, frostfreier Tag zwischen Januar und März.

Im allgemeinen ist es sinnvoll, hohe Sträucher und Büsche im Spätherbst um etwa ein Drittel ihrer Höhe zu kürzen, um Schnee- oder Windbruch vorzubeugen. Windbruch kann den Stamm aufreißen. Wenn sich der Riss mit Wasser füllt und gefriert, kann die Pflanze absterben.

Kräftige Handschuhe und eine scharfe Rosenschere sind unentbehrliche Werkzeuge für den Rosenschnitt. Eine Astschere und eine Baumsäge sind nützlich, um dicke Triebe zurückzuschneiden und Stümpfe zu entfernen. Für Zwergrosen ist eine gute Schere empfehlenswert.

RÜCKSCHNITT VON STRAUCH-, ALTEN UND WILDROSEN

Strauchig wachsende Rosen können Sie drei bis fünf Jahre lang fast ohne Rückschnitt wachsen lassen, abgesehen vom Entfernen verwelkter Blüten. Ab und zu kann ein alter Trieb an der Basis entfernt werden, um die Bildung neuer Triebe anzuregen und um zu verhindern, dass die Pflanze zu dicht wird. Mit diesem maßvollen Schnitt schaffen Sie die Grundlage für große und attraktive Sträucher. Man kann Strauchrosen aber auch jedes Jahr so schneiden, als wären sie große Beetrosen. Manche, besonders die neueren Sorten, entwickeln sich, wenn man sie wachsen lässt, zu hübschen niedrigen oder mittelhohen Kletterrosen. Einmalblühende Strauch- und Wildrosen, die alle nur an den Vorjahrestrieben blühen, sollten erst nach der Blüte im Sommer geschnitten werden. Hierbei wird nur altes, vergreistes Holz an der Basis entfernt und der Strauch ausgelichtet, ohne seine natürliche Gestalt zu verändern.

RÜCKSCHNITT VON BEET- UND ZWERGROSEN

Zuerst wird totes, krankes oder verletztes Holz entfernt. Krankes Holz erkennt man in der Regel an einer Verfärbung im Mark der Zweige. Es wird so weit zurückgeschnitten, bis das Mark weiß ist, selbst wenn dann der gesamte Zweig entfernt werden muss.

Jedes Jahr sollte der jeweils älteste Trieb an der Basis entfernt werden. Das fördert die Verjüngung der Pflanze. Anschließend werden die verbleibenden Triebe auf ca. 15-25 cm eingekürzt. Dünne, verzweigte Triebe sollten noch ein Jahr als Starthilfe für die nächste Saison stehen bleiben. Floribundarosen werden wie Teehybriden behandelt. Bei steil aufrecht wachsenden Beetrosen ist es empfehlenswert, über einem nach außen gerichteten Auge zu schneiden, um einen breiteren Wuchs der Pflanze zu erhalten.

WIE MAN KLETTER-, RAMBLER- UND BODENDECKERROSEN SCHNEIDET

Bei einer richtig aufgebundenen, öfterblühenden Kletterrose ist das Zurückschneiden eine einfache Angelegenheit. Zuerst wird alles tote, kranke und verletzte Holz entfernt und alle Seitentriebe, egal, welcher Länge, werden auf Stümpfe von 5-8 cm Länge zurückgeschnitten. Wenn an der Spitze eines Langtriebes nicht gerade eine Blüte steht, wird dieser überhaupt nicht zurückgeschnitten. In solchen Fällen sollten Sie bis zum ersten Seitentrieb zurückschneiden; dieser kann anschließend die Führung übernehmen. Erst wenn der Haupttrieb die für die Rose vorgesehene Flöhe erreicht hat, wird die Spitze gekappt.

Alle ein bis zwei Jahre - beziehungsweise wenn ausreichend Triebe (d.h. mehr als drei) vorhanden sind - sollte der älteste Trieb an der Basis entfernt werden. Durch diese Maßnahme wird die Bildung neuer Triebe von der Basis her angeregt. Manchmal empfiehlt es sich den ältesten Trieb zu belassen und dafür einen jüngeren zu entfernen, der dann mit seinem Neuaustrieb eine bestehende Lücke füllen kann.

Vermeiden Sie es, bei Ramblerrosen die Triebe nach der Blüte sofort abzuschneiden. Infolge dieses Eingriffs müsste die Pflanze nämlich sonst viele neue Triebe für die nachfolgende Saison bilden, was jedoch ein kräftiges Düngen voraussetzt. Grundsätzlich sollte man Rambler wachsen lassen, kleine Seitentriebe auf zwei bis drei verbleibende Augen einkürzen und alte, vergreiste Triebe im Winter oder nach der Blüte möglichst an der Basis entfernen. Ein derartige Auslichtungsschnitt erhält und fördert den natürlichen Wuchstyp.

Bodendeckerrosen brauchen nur wenig oder gar nicht zurückgeschnitten zu werden. Man sorgt nur dafür, dass sie nicht zu üppig wachsen. Ältere Pflanzen kann man radikal verjüngen.

DAS AUFBINDEN VON KLETTERROSEN UND RAMBLERN

Wichtiger als der Rückschnitt ist bei Kletterrosen und Ramblern das Lenken der Triebe. An Mauern und Zäunen können die neuen Triebe leicht gebogen und angebunden werden. Die Haupttriebe sollten so waagerecht wie möglich, wenigstens fächerförmig angebunden werden. Ist der Platz an der Mauer beengt, z.B. zwischen zwei Fenstern, sollten die Triebe über Kreuz gezogen werden, damit die ganze Fläche bedeckt wird. An Säulen und Bögen können die Triebe spiralförmig gezogen werden. Dadurch fördert man die Bildung vieler Seitentriebe und erreicht ein Optimum an Blütenbildung. Gestatten Sie einer Kletterrose nicht, die Triebe senkrecht in die Höhe zu schicken; das führt nur zu kahlen Stämmen im unteren Bereich.

Wenn Kletterrosen in vollem Laub stehen, bieten sie dem Wind natürlich eine größere Angriffsfläche. Aus diesem Grund ist eine kräftige Stütze nötig. Verzinkter, kunststoffummantelter Draht, durch Ösen an der Wand befestigt, eignet sich für Mauern und feste Flächen ebenso wie Holz- oder Metallspaliere. Bögen und Säulen müssen sehr solide gebaut sein und im Boden fest verankert werden.

Sowohl Kletterrosen als auch Rambler sehen reizvoll aus, wenn sie entlang von dicken Seilen oder Schiffstauen wachsen, die zwischen niedrige Pfosten gespannt sind.

DER RÜCKSCHNITT VON VERNACHLÄSSIGTEN ROSEN UND ROSENHOCHSTÄMMEN

Als Rosenhochstämme werden Buschrosen bezeichnet, die auf einem langen Stamm stehen. Sie werden jedes Jahr so zurückgeschnitten, dass sich im Sommer eine hübsche Kugel ergibt. Bei einer Kaskadenrose (Rambler auf Hochstamm) sollten alte Triebe nach der Blüte ganz entfernt werden, wenn genügend neue Triebe nachgewachsen sind. Junge Langtriebe sollten Sie nicht zurückschneiden, aber, falls nötig, herunterziehen und mit der Spitze am Stamm festbinden.

Große, vernachlässigte Rosen sollte man stark verjüngen und mindestens auf ein Drittel der Trieblänge zurückschneiden. Altes und krankes Holz wird ganz entfernt, im zeitigen Frühjahr und nochmals im Sommer wird gedüngt.

Bei einer vernachlässigten Hochstammrose empfiehlt es sich, die Triebe der Krone auf etwa 10 cm über der Veredlungsstelle radikal zurückzuschneiden.

Bei Kaskadenrosen werden alle alten Triebe an der Basis bis auf maximal sechs möglichst noch junge Triebe entfernt, die dann, wenn sie älter als zwei Jahre sind, noch auf ca. 25 cm zurückgeschnitten werden. Eine Düngung im Frühjahr und eine zweite im Sommer ist ratsam.

Wenn eine vernachlässigte Kletterrose noch blüht, reicht es, sie nur etwas stärker als normal zurückzuschneiden. Handelt es sich jedoch um eine sehr alte Pflanze, die keine Blüten mehr hervorbringt, kann man alle Triebe bis auf ca. 30cm über der Basis zurückschneiden und hoffen, dass sie neu treibt.

alles zu beachten ist nicht einfach, aber so sehr empfindlich sind Rosen gar nicht, wie man oft denkt...

viel Freude dabei wünscht
Saba

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