wir sehen gern bei Geli rein

Sonntag, 11. November 2007

Zum 11.11.

...und ich habe so gar nichts mit Fasching und anderen Narrheiten am Hut, deshalb will ich heute ein Herbstgedicht für den November zeigen euch allen einen schönen Sonntag wünschen...

zu dem Wetter da draußen gerade richtig, denn es regnet seit der Nacht und hörte noch gar nicht wieder auf...

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.



Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?



Geh nicht wie mit fremden Füssen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüssen?
Lass den Herbst nicht dafür büssen,
dass es Winter werden wird.
Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.



Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiss die Richtung.
Stirb und werde!" nannte Er's.

Erich Kästner



Saba aus dem Gedichtebuch--nicht auf der Oase...

1 Kommentar:

  1. Hallo, ein wirklich schönes Herbstgedicht. Bei uns war es heute so stürmisch, dass man sich nicht vor die Haustür wagte. Wünsch dir eine schöne Woche. Andrea

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Ich freue mich über Kommentare, danke für eure netten Worte...