wir sehen gern bei Geli rein

Montag, 7. Januar 2008

Unsere Reise mit einem Frachtschiff

Was ist die Frachtschiffreise heute?

Die Vorstellung von einer Reise auf einem Frachtschiff ruft häufig das mehr oder weniger romantische Bild von Passagieren hervor, die für ihre Passage das Deck schrubben oder in einer bescheidenen Kabine ohne Bullauge übernachten, die fast nichts kostet. Diese Zeiten sind jedoch, zur Freude der einen und zum Leidwesen der anderen, vorbei.
Die Einrichtungen der heutigen Frachtschiffe sind mit denen moderner Hotels vergleichbar und bieten allen Komfort. Die Kabinen sind größer und häufig luxuriöser ausgestattet als auf Passagierschiffen.

"Luxusliner sind im Grunde nichts anderes als schwimmende Hotels mit dem entsprechenden gesellschaftlichen Leben.
Ich bin sicher, daß sie eine herrliche Einrichtung sind. Aber haben die Passagiere tatsächlich das Gefühl, auf dem Meer zu sein ? Bei einem Frachter ist das völlig anders: von einer Gruppe von Delphinen begleitet zu werden, fliegende Fische, die an Deck gelandet sind, einzusammeln, oder gar den Atemstrahl eines Wals zu beobachten...
Die Passagiere eines Luxusliners hören in ihren Morgenstunden gewiß nicht wie wir das leise Knacken der Balken oder das Singen der Seeleute, die am frühen Morgen das Deck schrubben !"

Hier wird keine Seefahrer Romantik vergangener Jahrhunderte heraufbeschworen, sondern authentisch von einer Art des intensiven Reisens berichtet, die mehr und mehr Anhänger findet.

Wir suchten und fanden sie auch...

mit einem Containerschiff fuhren wir 6 Wochen ausgehend von Hamburg bis Buenos Aires und wieder zurück nach Hamburg...ein Erlebnis der besonderen Art...mit so vielen Momenten und Begebenheiten, die sich hier in ein paar Sätzen oder Bildern gar nicht erklären lassen...

MAN MUSS ES ERLEBT HABEN...

hier nur so viel mal im Bild...

das Schiff...

das Containerschiff mit 42000 BRT

die Reiseroute

faul auf Deck...was sonst ??

dann die Schlechtwetterperioden...sah ungemütlich aus...

dann kam der Sturm...man bedenke, 7 Container stehen übereinander und die Wellen schlugen da noch drüber weg...ein mulmiges Gefühl und alles haben wir überstanden...

ich fotographiere hier vom obersten Deck, aber halte mich krampfhaft fest :-)

dann kamen die herrlichen Momente am Morgen, oder am Abend...oder wenn die anderen Schiffe im Sonnenkegel an uns vorbei fuhren...ein Erlebnis...













ja, so war es damals...so habe ich hier noch nichts über die herrlichen Häfen gesagt, die wir anliefen und wunderbare Dinge dort sahen und erlebten...

bis später...

Saba

Kommentare:

  1. staun. Ich bin wortlos.
    Muss das erst mal verdauen.

    LG Ella

    AntwortenLöschen
  2. Diese Sonnenuntergänge sind faszinierend. Nur solche Schönheiten zu erleben könnte mir auch gefallen. Aber Sturm und schaukelndes Schiff. Davor hätte ich Angst. Hast Du nicht gek....?
    6 Wochen wären mir zu lange. 14 Tage halte ich ohne mein zu Hause aus. Dann vermisse ich meine 4 Wände und die Kinder.

    Ich bewundere Dich zur Deiner Unternehmungslust. Vielleicht ist alles anders wenn ich nicht mehr arbeite. Den einen Sonnenuntergang möchte ich mir als Malanregung abspeichern. Hast Du etwas dagegen?

    Liebe Grüße von Ella

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Saba, zwischen Feiertagen, Feierlichkeiten, Familienbesuchen und Ausflügen hab' ich kurz bei dir vorbeigeschaut. Es ist dann doch länger geworden... So schöne Bilder, so viele Eindrücke! Das werde ich mir nächste Woche nochmal alles ganz in Ruhe anschauen, jetzt wollte ich dir nur mal einen Gruß hinterlassen,
    hab' eine schöne Woche,
    liebe Grüße, Margit

    AntwortenLöschen
  4. warum staunen liebe Ella, das sind Fahrten und Routen, die vergisst man nie...was man da alles sieht, ich führe da Tagebuch, sonst würde ich das eine oder andere vergessen oder verwechseln, seekrank werden wir Beide nie, etwas mulmig ist es schon, aber ein Wahnsinnsgefuehl, ja und daheim?...da bin ich immer, aber die Welt kommt nicht her, da muss man raus, da muss man hin...
    ja und angefangen hat die Reiselust in der Jugend...war immer schon so, auch wenns eben nur !! ;-) Bansin war...

    tschuess
    Saba

    AntwortenLöschen
  5. @ Margit--komm wieder, ich freue mich ja, wenn ich als Beitrag was fand, was andere interessiert, mit etwas Zeit liest es sich besser...bis dahin eine schöne Woche wuenscht

    Saba

    AntwortenLöschen
  6. Na, Du bist ja herumgekommen, eine Weltreisende! Und schöne Fotos sind das wieder. Wie lange warst Du denn da unterwegs...und gab´s Pausen unterwegs?
    Wenn ich nicht immer so furchtbar seekrank wäre, würde mich das auch irgendwann mal reizen auszuprobieren.

    AntwortenLöschen
  7. @sisah, die gesamte Fahrt dauerte 6 Wochen, also 46 Tage genau und die Häfen, die angelaufen wurden wo man ausstieg, sich viel ansehen konnte waren **Hamburg - Antwerpen - Le Havre - Bilbao - Santos - Paranagua - Buenos Aires -Montevideo - Itajai -
    - Santos - Rio de Janeiro - Rotterdam - Tilbury - Hamburg**....ja und seekrank werden wir nicht, denn wir sind ja schon viel mit Schiffen unterwegs gewesen, ich erzähle da auch mal noch drüber...

    wenn jemand sich für einen Hafen besonders interessiert, der möge es schreiben und ich berichte...viel Spaß noch heute von

    Saba

    AntwortenLöschen
  8. hallo Saba, jetzt musst ich auch mal in diesen Blog. Die Schiffsreise ist ja sehr interessant! So was würd ich auch machen. Ich glaube, da könnte ich sogar meinen GG überreden, weil er das ganze TRaumschiffambiente nicht hätte - das würd ihm nämlich nicht gefallen. DAS HAT WAS! Superidee .. bist du an den Reeder direkt oder wie hast du das gemacht? LG Andrea

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Saba,
    Kreuzfahrten mit irgendwelchen Aida's oder Luxus-Linern würden mich nie reizen, aber was Du gemacht hast schon. Nur geht es mir jetzt wie Ella - ohne Katzen, Haus & Garten... Früher waren wir immer 3 Wochen auf Amrum, aber nachdem wir den Urlaub häufiger mal aus beruflichen Gründen unterbrechen mussten, wurden aus 3 Wochen dann mal 2, dann mal 3 Tage Norderney und nun gar kein Urlaub mehr. Da passt so eine Reise ja überhaupt nicht dazu. Vorallem nicht, wenn ich eigentlich nur mal für einen Tag nach Amrum beamen möchte, um am Strand langzulaufen - egal bei welchem Wetter. Aber Einstellungen können sich ja bekanntlich auch mal ändern...
    Danke für diese schönen Impressionen.
    Liebe Grüße
    Silke

    AntwortenLöschen
  10. @ Andrea--ich habe damals mehrere Frachtreiseunternehmen angemailt und Angebote eingeholt, hatte einige Fixpunkte angegeben, und die etwaige Route...ja und dann kamen die Unterlagen und wir haben aussortiert...das war dann die Entscheidung und so ging es los...es waren 4 Passagiere auf dem Schiff, leger, sehr erholsam, ansonsten alle Verpflegung immer in der Umgebung des Kapitäns, ausreichend und gut, nicht mit der Crew...frage, wenn du noch mehr wissen willst...

    lG Saba

    AntwortenLöschen
  11. @Silke--jeder soll so urlauben ( oder es gar nicht tun) wie es gefällt...wohl soll man sich fühlen...
    AIDAS und solche Animationsschiffe, das ist auch nicht unser Ding, jedoch die 34 Tage auf der Queen Elisabeth II u.a. waren es, so wie auf manchem anderen Schiff eben auch...
    man macht so eine Kreuzfahrt zum ersten Mal, und es gefällt nicht, oder man wird süchtig...uns traf die 2. Variante...

    einmal Schiff--immer Schiff...

    lG Saba, die es nur immer daheim in den gewohnten 4 Wänden und dem Garten nicht aushält...

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Saba,
    Du hast herrliche Fotos in Deinen Block gestellt. Du hast mich an meine eigene Seefahrerzeit erinnert. Vor 40 Jahren hätte ich die Reise nicht in 6 Wochen erleben können. Damals waren die Container gerade mal in der Karibik im Einsatz. Die Schiffe waren kleiner und die Hafenliegezeiten bedeutend länger. Für so eine Reise musste man damals zwischen 4 bis 5 Monate einkalkulieren. Die Reise mit einem Frachter ist auf alle Fälle all jenen zu empfehlen, die die Seereise genießen und nicht den ganzen Tag verplant werden wollen.
    Gruß
    Helmut

    AntwortenLöschen
  13. ja Helmut, es stimmt, es war ein Genuss, die Ruhe die man da hatte, keiner war am Tage zu sehen und wir waren entweder am oberen Deck, da wo die Brücke ist, oder vorn am Bug...nichts weiter als das Meeresrauschen, die Vögel und ab und an mal ein kleines Unwetter--aber für die Gesamtreise 80% nur Sonne !!...in jedem Hafen haben wir uns selbst durchgefragt und haben alles auf eigene Faust erkundet, es war einfach nur toll...ich habe viele, viele Stunden auf der Brücke verbracht, nachts war man dort besonders Willkommen, denn man hielt die Herren damit ab, müde zu werden und ich habe so viel dort erfahren...ach ich komme ins Schwärmen...

    wo und womit und wie lange und wohin bist du gefahren?

    lG Saba

    AntwortenLöschen
  14. Ich bin in den Jahren 1966-1968 auf verschiedenen Frachtschiffen in der Nord- und Ostsee und auf der Linie Rostock Indien und Pakistan gefahren. Die Weiteste Reise ging nach dem damaligen Burma mit der Haupstadt Rangun.
    In einigen Häfen haben wir bis zu 4Wochen gelegen. Es wurde alles mit wenig Technik be- bzw. entladen.
    Gruß
    Helmut

    AntwortenLöschen
  15. @ Helmut-wow, 4 Wochen in einem Hafen, ja das hätte ich mir für diese Reise auch gewünscht, nicht in allen Häfen, aber doch bei den meisten...aber die Technik in den Containerhäfen ist dermassen toll, dass es so schnell ging ab und ab, dass wir zu tun hatten, das Schiff wieder zu erreichen nach unserem Stadtbummel, denn gewartet wird da nicht...aber zusehen bei der Be - und Entladung, das war auch ein Highlight dieser Reise...

    es wäre sofort wieder reisebereit die
    Saba

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über Kommentare, danke für eure netten Worte...