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Donnerstag, 23. September 2010

Altweibersommer...

...heute zeigt er sich von seiner schönsten Seite...

Gemeint ist mit dem Begriff "Altweibersommer" aber kein Sommerwetter für ältere Frauen. Der Ursprung dieser Bezeichnung führt weit in die Vergangenheit, in die germanische Mythologie. Mit weiben wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet.

An September-Tagen mit sonnigem Wetter kühlt es sich in den klaren Nächten stark ab, so dass in den Morgenstunden durch den Tau die Spinnweben deutlich zu erkennen sind. Die seltsam glänzenden Fäden (oder "Herbstfäden") glitzern im Sonnenlicht wie lange, silbergraue Haare. Früher glaubten die Leute, so erzählen es alte Sagen, daß alte Weiber (damals war das noch kein Schimpfwort für alte Damen) diese "Haare" beim Kämmen verloren hätten und daß dies das Wirken der "Nornen", der alten Schicksalsgöttinnen, die die Lebensfäden der Menschen spinnen, war. Alten Menschen, an denen solche Spinnfäden hängen bleiben, sollten sie Glück bringen. Spätere - im Christentum entstandene- Legenden wiederum wissen zu berichten, daß die Silberfäden des Altweibersommers aus dem Mantel Marias stammen, den sie bei ihrer Himmelfahrt trug. Im Volksmund heißen deshalb diese Spinnfäden auch "Marienfäden", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinnst".

Diese Spinnennetze zwischen Gräsern, Blumen, Zweigen, Büschen, an Dachrinnen und Fensterläden, an Zäunen und Mauern entdeckt man vor allem an den ungewöhnlich warmen und sonnigen Tage im Herbst, die man auch "Flugsommer" oder "Frauensommer" nennt - eine Schönwetterperiode im September.

Ob man nun an die germanischen Göttinnen glauben mag oder eher der meteorologischen Erklärung vertraut - der Altweibersommer läßt sich auch im Garten genießen; es ist der einzige Sommer, auf den Verlass ist.

Von Mitte bis Ende September gibt es fast jedes Jahr eine der schönsten und beständigsten Hochdruckwetterlagen über Mitteleuropa. Ursache ist ein Festlandshoch über Osteuropa, das trocken-kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Typisch sind auch die morgendlichen Nebelfelder in den Flußniederungen, die sich durch die noch ausreichend starke Sonneneinstrahlung vormittags auflösen. Dieses schöne Hochdruckwetter kann von mehreren Tagen bis Wochen dauern, ja selbst noch bis in die ersten Oktobertage hinein. In Wetterstatistiken ist diese Schönwetterperiode seit ca. 200 Jahren nachweisbar und in Bauernregeln sogar seit mehreren Jahrhunderten.

hier ein paar passende Bilder...




...schöne Tage euch allen, mit viel Sonne...


Kommentare:

  1. Der Herbst bietet wunderschöne Motive zum Fotografieren... die Spinne im Netz ist mein Favorit!
    Liebe Grüße

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  2. ...es stimmt Angelina, was bisher die Blumen an Farbe boten, das sind nun die Blätter, ich liebe dieses Orange-Gelb-Rot auch sehr...lG Geli, die dir mal einen lieben, persönlichen Dank für deine Treue auf meinem Blog mitsendet...

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  3. Heute war so ein schöner Tag - ich wäre auch gern mit der Kamera rausgegangen, aber ich musste arbeiten. Deine schönen Bilder entschädigen ein bisschen. VG Elke

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  4. hallo Elke, danke, dass du dich hergefunden hast zu mir...las gerade bei dir und dachte immer, meine 40qm sind klein, aber es geht eben noch kleiner, macht nix, hast es aber gut hinbekommen, sieht doch schön aus im *Gästehandtuch*...fand ich süß...lG Geli

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  5. Hallo Geli,
    das hast du aber klasse erklärt und ich kann einiges Neues "mitnehmen". ;-) Deine Bilder sind auch wunderschön. Ach, die Farben des Herbstes sind einfach nicht zu toppen! :-))
    LG Angelika

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  6. ...es stimmt schon Angelika, nur durch meine neue Errungenschaft hier ( Mac) habe ich so gar nicht den rechten Nerv...bin deswegen ganz hibbelig...lass dich grüßen und schönes Wochenende von der Geli

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  7. Hallo Geli
    schöner kann Altweibersommer nicht sein....tolle Bilder!!
    Grüne Grüße Sandra

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Ich freue mich über Kommentare, danke für eure netten Worte...